Fondation de l’Hôpital Pourtalès - Neuchâtel (Schweiz)
Gründungsdatum
Im Januar 1808 gründete Jacques-Louis de Pourtalès die Stiftung um mittellose Bewohner des Kantons Neuchâtel kostenlos zu pflegen. Die umliegenden Rebberge dienten zugleich als Arznei und Geldquellen für das Spital.
Die Stiftung
Während 160 Jahren konnte die Stiftung den Betrieb des Spitals, dank Eigenkapitalerträge und Spenden, selbstständig aufrechterhalten. Dann musste die Stadt Neuchâtel das Spital übernehmen und seit nun zwei Jahren hat der Kanton alle Spitäler in einer Gesellschaft zusammengelegt. Die Erträge der Stiftung dienen nach wie vor für die notbedürftigen Einwohner des Kantons Neuchâtel.
(Heutige/ Aktuelle) soziale Einrichtungen / soziale Leistungen
- Anlässlich des Neuausbaues des Spital Pourtalès schenkte die Stiftung 200 neue Krankenbetten. In der Nähe des Spitals baute die Stiftung einen Kindergarten für die Kinder und Säuglinge der Krankenschwestern und ein Labor für die pathologischen Untersuchungen.
- Mit den Erträgen der speziellen Fonds, werden punktuell kranke Menschen in Not, die durch die sozialen Beraterinnen der Spitäler gemeldet werden, direkt unterstützt.
- Es werden Spenden an verschiedene lokale Hilfswerke, sowie an eine abgelege Nothilfsstelle in Haïti (erstellt von Médecins du Monde), vergeben.
- Dank der vom Kanton allgemein obligatorischen Krankenversicherungspflicht gibt es glücklicherweise weniger Bedürftige und somit kann die Stiftung Schwerpunkte setzen.
Betreute Personen (soziale Plätze): Das Spital verfügt über 200 Betten, die Kinderstätte bietet 70 Plätze
Beschäftigte (circa Angabe): Es arbeiten circa 1200 Personen im Spital
Das Weingut in Zahlen:

Gesamtrebfläche: 11,5 ha
Ertragsfläche: 11,5 ha
Historie des Weingutes
Am 9. August 1772 in Genf geboren, folgt Jacques-Louis de Pourtalès dem vorgesetzten Weg seinen Großvaters mütterlicherseits, Jean-Jacques de Luze und dem seines Vaters Jérémie, welche ihn in die internationalen Handelspraktiken einführten. 1773 gründet Jacques-Louis die Gesellschaft Pourtalès & Co welche mit der Gründung von Handelsniederlassungen in Europa und Übersee einen durchschlagenden Erfolg erzielt. Seine Präsenz auf den wichtigen Märkten und seine überschäumende Aktivität – ruhelos direkt vom Schiff auf die Postkutsche springend – erlaubt es ihm ein wichtiges internationales Handelsnetz aufzubauen, um sich als „König der Kaufleute“ durchzusetzen. Vom Handel- Bankgeschäft wechselnd, gelingt es ihm ein beträchtliches Vermögen zusammenzutragen. Gleichzeitig setzt er sich aber für den Wohlstand im State Neuenburg ein, wie z.B. mit der Gründung des Spitals Pourtalès. Am 20. März 1814 stirbt er, drei Söhne hinterlassend welche sein Wohlstandswerk weiterführen werden. Im Jahre 1978, als Folge der tief greifenden medizinischen und spitaltechnischen Veränderungen übernimmt die Stadt Neuenburg den Spitalkomplex mit den damit verbundenen Rechten und Pflichten. Im Jahre 2005, übernimmt, nach einer Volksabstimmung der Staat Neuchâtel alle Spitäler im Kanton. Die Stiftung bleibt Besitzerin der restlichen Güter und Immobilien, vor allem des Weingutes von Cressier „das seinen Reingewinn dem Spital als Unkostenbeitrag zufließen lässt“ So bestimmt durch seinen Gründer Jacques-Louis de Pourtalès.
Das Weingut im Überblick
Das Weingut liegt zwischen den Neuenburger- und Bielersee am Jurafuß. Die 11,5 ha setzen sich aus 3 Flächen zusammen. Im 12. Jahrhundert waren es die Benediktinermönche von Kloster des Heiligen Kreuz von Trub (Emmental), einer Zweigstätte des Mutterhause von Sankt Blasien im Schwarzwald, die sich in der Gegend „Entre-deux-Lacs“ der Kunst des Rebbaus, des Küfern und dem Keltern widmeten. Von Lentulus, von Diessbach, von Roll und andere Familien mit klingenden Namen waren Verehrer dieser aparten, einzigartigen Tropfen. Nach der Reformation wurde der Besitz verstaatlicht und dem Inselspital zugeteilt. Im Jahre 1813 kauften die Söhne des Stifters den ersten Rebberg in Cressier, 1823 kam der ehemalige Rebberg und die Kellereien der Mönchen von Trub dazu, 1827 schlussendlich noch der Rebberg der Familie von Roll. Seit 1827, werden die Weine: Chasselas, Oeil de Perdrix und Pinot noir jeweils am letzten Montag im Februar versteigert. Der Chardonnay und der Nonfiltré werden im Direktverkauf vertrieben. Der ganze Betrieb unterliegt der AOC Regelung, es wird nie Wein dazu gekauft und auch nie gefärbt, die Produkte sind rein und natürlich. Ein unformeller Verein „Les amis du vin de l’Hôpital“ unterstützt die Stiftung bei der Bekanntmachung der Weine.
Kontakt zum Weingut
Anschrift:
Fondation de l’Hôpital Pourtalès,
c/o Athemis rue de la Treille 3,
2001 Neuchâtel
Ansprechpartner
Büro/Verkauf: 032 757 11 51
Gutsverwalter: J.-P. Ruedin
Kellermeister: J.-P. Ruedin
Öffnungszeiten
Nur nach vorheriger Vereinbarung, oder zur jährlichen Degustation & Auktion im Februar
http://www.domainepourtales.ch









