Vereinigte Hospitien - Trier
Gründungsdatum
1805 durch ein Edikt von Napoleon Bonaparte gegründet, der damit in der Stadt Trier verschiedenste soziale Einrichtungen zu einer übergeordneten Wohltätigkeitsanstalt zusammenfasste.
Ältester Weinkeller Deutschlands (datiert aus dem Jahre 330 n. Ch.); Erster urkundlich erwähnter Rieslinganbau an der Mosel findet sich in einem Kommissionsbuch der Stiftung aus dem Jahr 1464
Die Stiftung
Die Geschichte des Weingutes mit Hauptsitz in der Stadt Trier im deutschen Anbaugebiet Mosel (ehemals Mosel-Saar-Ruwer) geht bis auf die Römer zurück. Der Ursprung des heutigen Weinkellers liegt im alten römischen Mauerwerk. Die Vereinigten Hospitien entwickelten sich auf dem Boden der Horrea, der alten römischen Lagerhäuser, welche um 330 n. Chr. errichtet wurden und deren Ziegelboden und Mauern zum Teil noch erhalten sind. Unter Napoleon (1769-1821) wurden im Jahre 1805 durch Zusammenfassung ehemals selbstständiger katholischer Einrichtungen in Trier die Vereinigten Hospitien als Stiftung des öffentlichen Rechts gegründet und im Areal der vormaligen Benediktinerinnen-Abtei St. Irminen angesiedelt. Dem Verwaltungsrat der Vereinigten Hospitien stehen der jeweilige Oberbürgermeister und der Bischof von Trier vor. Untrennbar verbunden mit den Vereinigten Hospitien ist der Weinbau. Die Kulturgeschichte des Weines lässt sich an der Mosel bis zu den Römern zurückverfolgen. So kann es nicht verwundern, daß die Finanzierung der sozialen Tätigkeiten der Vereinigten Hospitien ähnlich wie beim weltbekannten „Hospice de Beaune“ im Burgund dabei über ein Weingut und landwirtschaftliche Betriebe gesichert wurde. Bis heute können die Vereinigten Hospitien daher ihren Stiftungsauftrag, die Betreuung alter, kranker und behinderter Menschen, erfüllen.
(Heutige/ Aktuelle) soziale Einrichtungen / soziale Leistungen
- Geriatrische Rehabilitationsklinik St. Irminen mit Tagesklinik
- Wohn- und Pflegeheim für Multiple Sklerose-Kranke Echternacher Hof
- Kinderheim und Tagesgruppe Ruländer Hof
- Fachschule für Altenpflege
- Altenwohn- und Pflegeheime Stift St. Irminen und Helenenhaus
- betreutes Wohnen Jacobusstift
- Wohnheim für Ruhestandsgeistliche Willibrordstift
- Altenwohnungen Krahnenstraße
Betreute Personen (soziale Plätze): ca. 500
Beschäftigte (circa Angabe): etwa 500
Das Weingut in Zahlen:
Gesamtrebfläche: 25 ha
Rebsorten: 90% Riesling sowie 10% Burgundersorten:
(Weißburgunder Grauburgunder & Blauer Spätburgunder)
Das Weingut im Überblick
Die Weinberge der Vereingten Hospitien liegen an der Mosel in den Lagen Trierer Augenscheiner (im Alleinbesitz) und Piesporter Goldtröpfchen, sowie an der Saar in den Lagen Serriger Schloss
Saarfelser Schlossberg (im Alleinbesitz), Wiltinger Hölle (im Alleinbesitz), Kanzemer Altenberg, Wiltinger Scharzhofberg und Wiltinger Kupp. Besonders erwähnenswert an der Mosel ist dabei der
Trierer Augenscheiner, einer von nur zwei Weinbergen der sich auf "rotliegendem" (Roten Bundsandstein) und nicht auf Schieferboden gründet, sowie die "Piesporter Schubertslay", eine Einzellage
im weltbekannten "Piesporter Goldtröpfchen" mit über 60 Jahre alten, wurzelechten Reben. Mit dem "Kanzemer Altenberg" und dem „Scharzhofberger“ verfügen die Vereinigten Hospitien auch an der Saar über
Weinberge mit Weltruf und eigenem Charakter, die den klassischen Schieferböden individuelle und anregende Weine entlocken.
Die Weinberge der Vereinigten Hospitien sind dabei heute zu 90% mit Riesling, die restlichen 10% mit den Sorten Grauburgunder, Spätburgunder und Weißburgunder bestockt. Es wird konsequent naturnaher Weinbau nach ökologischen Gesichtspunkten betrieben. Im Mittelpunkt steht dabei der Umgang mit dem Boden. Die Rebzeilen werden natürlich begrünt und nur bei Bedarf mit Naturdünger wie Stroh oder Stallmist gedüngt.
Die Vereinigten Hospitien erzeugen je nach Jahrgang im Rieslingbereich das komplette Sortiment an Weinen, vom trockenen und feinherben Essensbegleiter (sowie auch trockene Lagenweine nach VDP-Statut),
bis hin zu edelsüßen Spitzenweinen und auch Eisweine. Die edelsüßen Prädikatsweine zeichnen sich durch ein hervorragendes Alterungspotential aus, etwas das heute nicht mehr unbedingt als selbstverständlich
angenommen werden kann. Ein Teil der Weine wird auch heute noch spontan vergoren und im Fuderfass ausgebaut.
Auf dem Flaschen-Etikett der Premiumweine ist die goldene Figur des heiligen Jacobus mit Wanderstab abgebildet, der den Schutzpatron der Vereinigten Hospitien darstellt. Die Figur nimmt Bezug auf das St. Jakob-Hospital in Trier, wo Pilger schon im Mittelalter auf der Wallfahrt zum Grab des Apostels Jacobus nach Santiago de Compostela eine Herberge fanden.
Es werden neben Wein auch Destillate (Obst- und Hefebrand) und (klassisch) flaschenvergorene Sekte erzeugt.
Das Weingut ist Mitglied beim VDP (Verband deutscher Prädikats- und Qualitäts-Weingüter).
Das Weingut verfügt über einen Verkostungsraum der während der Geschäftszeiten geöffnet ist.
Weinproben im ältesten Weinkeller Deutschlands (ab 15 bis 60 Personen) sind nach vorheriger Anmeldung möglich.
Kontakt zum Weingut
Anschrift:
Vereinigte Hospitien
Krahnenufer 19
542945 Trier
Telefon: 0651-945-1210 oder 945-1211
Faxnummer:0651- 9452060
Ansprechpartner
Betriebsleiter: Joachim Arns
Büro/Verkauf: Beate Witte
Kellermeister: Klaus Schneider
Öffnungszeiten
Montag bis Donnerstag von: 8.00 - 12.30 Uhr und von 13.30 - 17.00 Uhr
Freitag von 8.00 - 12.30 und von 13.30 - 16.00 Uhr
http://weingut.vereinigtehospitien.de/









