Spitalstiftung Konstanz – Spitalkellerei

Gründung und Zweck der Stiftung

Die Spitalstiftung wurde 1225 von zwei Bürgern der Stadt Konstanz gegründet. Sie ist eine traditionsreiche Institution der Stadt Konstanz und eine der ältesten Bürgerstiftungen Deutschlands. Aufgabe der öffentlich-rechtlichen und gemeinnützigen Stiftung ist heute die Pflege von alten Menschen und deren medizinische wie soziale Versorgung. Die Kulturgeschichte der Stiftung dokumentiert über die Jahrhunderte das Spital als herausragenden Bestandteil der Gesundheitsversorgung von Stadt und Umland. Mit der Entwicklung der Stadt erlebte das Spital in Konstanz zahlreiche Wandlungen bis hin zum hochmodernen Klinikbetrieb unserer Zeit. Er ist heute Teil eines regionalen Gesundheitsverbundes. Die Stiftung erhielt von früh an durch die Versorgung von sogenannten "Pfründnern" Vermögen, welche den Grundstein für die sozialen Tätigkeiten legten. Auch ärmere Bevölkerungsschichten und Waisenkinder konnten so in Pflege genommen und versorgt werden.
Aus dem einstigen Pfründner-Wesen sind für alte Menschen in Konstanz die stiftungseigenen Pflegeeinrichtungen auf dem neuesten Stand der Altenpflege entstanden.

Die Stiftung in der Gegenwart

Rund 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie 100 Ehrenamtliche kümmern sich gegenwärtig mit hohem persönlichem Engagement und fachlicher Kompetenz um die zu pflegenden Menschen. Die Stiftung unterhält vier stationäre Pflegeeinrichtungen in verschiedenen Stadtvierteln, eine Tagespflegeeinrichtung, einen Ambulanten Pflegedienst und ferner Angebote für betreutes Wohnen für die ältere Generation an zwei Standorten. Insbesondere die Erträge aus ihren Immobilien (vor allem Erbpacht- und Mieterträge), ermöglichen es der Spitalstiftung ihren Stiftungszweck auch auf Dauer zu erfüllen.

Weingut und Kellerei

Die Spitalkellerei Konstanz ist Deutschlands älteste und durchgehend bestehende Stiftungskellerei. Seit rund 750 Jahren gehören der Spitalstiftung Weinberge in Konstanz und Meersburg. Um den Zugang zu den Meersburger Weinbergen ranken sich Mythen und Sagen. So soll die Zustimmung der Konstanzer Ratsherren zu einem täglichen gemeinsamen Mittagsmahl und zu sonntäglichen Ausfahrten mit Wendelgard von Meersburg der Spitalstiftung den Besitz der gräflichen Weinbauerin eingebracht haben. Historisch belegt ist eine Schenkung an das Spital aus dem Jahr 1271.
Das in Konstanz und Meersburg gelegene Weingut umfasst 19,46 ha.
Zusätzlich sind weitere Rebflächen von der Spitalstiftung gepachtet.
Seit rund 10 Jahren ist die Spitalkellerei seitens der Spitalstiftung verpachtet. Die Kellerei liegt am Rande der Niederburg, der historischen Altstadt von Konstanz, direkt am Rheinufer. Beeindruckend sind die aus dem frühen Mittelalter stammenden Kellergewölbe. Hier wird auch heute noch der Wein ausgebaut und bis zur Reifung gelagert. Bereits 1978 wurde die Kellerei stark erweitert. Inzwischen gibt es für den Verkauf eine gepflegte und geräumige Weinboutique und separate Büroräume.

Kulturgut „Rebe“

Weit über die Region des Bodenseeraumes hinaus sind die qualitativ hochwertigen Produkte Wein, Sekt und Edelbrand der Spitalkellerei bekannt. 
Die Einzellagen "Konstanzer Sonnenhalde" und "Meersburger Haltnau" befinden sich im Alleinbesitz der Spitalstiftung. Sie zählen zu den besten Lagen am Bodensee. Das milde, teils sonnige, teils feuchte Klima begünstigt den Weinbau und fördert intensiv den Charakter der Weine.
Angebaut werden für die Bodenseelandschaft typische, traditionelle Rebsorten - der Müller-Thurgau sowie der Spätburgunder. Aus dem Spätburgunder wird der weithin bekannte Weißherbst bereitet, aber auch ein feiner, rubinroter Rotwein. Rebsorten wie Grauburgunder, Weißburgunder, Traminer, Regent, Schwarzriesling und Chardonnay runden das Repertoire ab.
In neuerer Zeit erfolgt die Bewirtschaftung der Weinberge rundum mechanisiert. Aus der Verantwortung für kommende Generationen heraus orientiert sich die Kellerei aber an den Richtlinien des ökologischen Weinbaus. Die Weine der Spitalkellerei sind ein Kulturgut in der Region mit bedeutender Tradition. Der moderne Kellereibetrieb mit seinem Reichtum an Weinkultur erzielt heute ein überregionales und internationales Renommée.

Landschaft im Dreiländereck – Sonnenlagen am See

Die „Konstanzer Sonnenhalde besteht aus den zwei Weinbergen „Raitheberg“ – hier wachsen die Reben auf einem tiefgründigen, mittelschweren Boden mit ausgewogenem Lehm- und Tonanteil – und aus der „Sonnenhalde“, die geschützt rund 500 m Luftlinie vom See entfernt liegt. „Meersburger Haltnau“, das ist im Vergleich eine der großen Weinbergslagen am Bodensee. Der leichte und gesteinshaltige Boden sowie die süd-südwestliche Lage verleihen den Weinen von hier ihren intensiven Charakter.

Das Rebgut Haltnau ist das ganze Jahr über einen Ausflug wert. Außerhalb von Meersburg am Weinlehrpfad gelegen lässt sich hier die Bodenseelandschaft in ihrer ganzen Schönheit genießen. Es empfiehlt sich einzukehren zu einer Weinprobe in die direkt am See angesiedelte Weinstube „Haltnau“. Vom erhöht gelegenen Rebturm aus (Errichtung um 1600) eröffnet sich ein wundervoller Ausblick über den ganzen See bis zu den schweizerischen und österreichischen Ufern.

Kontakt zum Weingut 
Spitalkellerei Konstanz
Brückengasse 16
78462 Konstanz
Telefon: 07531/ 1 28 76-0
Fax: 07531/ 1 28 76-11
e-mail: info@spitalkellerei-konstanz.de
www.spitalkellerei-konstanz.de

Ansprechpartner
Gutsverwalter: Hubert Böttcher, Stephan Düringer
Kellermeister: Stephan Düringer
Verkauf: Wolfgang Schäfer

 

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 9.00 - 12.00 Uhr und 14.00 -18.00 Uhr, Samstag 9.00 -13.00 Uhr